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ERGONOMISCHE SITZBANK
FÜR PIANISTEN

Entworfen nach anatomisch-physioIogischen Kriterien

Die Firma LANZANI in Seveso besitzt dreißigjährige Erfahrung in der Herstellung von Qualitätsaccessoires für Berufmusiker und legt ihr Hauptaugenmerk außer auf bestechendes Design, vor allem auch auf Funktionalität Jetzt bestätigt sie diese Linie mit einer von Grund auf neu entworfenen Sitzbank für Tasteninstruimente


Ergonomisch..
Es handelt sich dabi um die KIavierbank LINEA® ein von Frau Dr. Habermann für die Firma LANZANI entwickeltes Patent. Diese Bank wurde erfunden, um jenen Haltungsstörungen vorzubeugen oder abzuhelfen, welche die Konzentrationsfähigkeit und das technische Können von Musikern zu beeinträchtigen vermögen, Der anbei adgedruckte Aufsatz erläutert klar die Voraussetzungen und die Ergeb nisse der medizinisch-wissenschaftlichen Untersuchung, die zur Verwirklichung des neuen Modells geführt haben, dessen Besonderheit die verstellbare, nach vorne geneigte Sitzfläche ist: Eine Lösung, die aufgrund ihrer Einfachheit und der Natürlichkeit ihrer Antwort auf ein bisher unlösbar scheinendes Problem jeden Musiker überraschen wird. Und wenn die Ergonomie die wissenschaftliche Disziplin ist, die sich mit den Problemen beschäftigt, die in bezug auf die Arbeit des Menschen auftreten, indem sie unter anderem die Kriterien für die Konzeption der Arbeitsgeräte festlegt, so kann die neue Klavierbank LINEA sicherlich das Prädikat ,,ergonomisch" mit Fug und recht für sich verbuchen.


... stabil und leise
Der Sessel LINEA® hat jedoch noch mehr Qualitäten vorzuweisen: Seine Mechanik ist mit einem doppelten Pantograph oder Scherenhebel ausgestattet, womit die Ergebnisse der Forschung, die LANZANI seit jeher auf diesem speziellen Herstellungssektor betreibt, neuerlich Anwendung finden, ja zum Wesensmerkmal werden. Der bereits eingehend beschriebene, doppelte Pantograph, der erst kürzlich bei anderen Modellen der Kollektion LANZANI erprobt wurde, ermöglicht, daB die Sitzfläche des Sessels ruhig auf vier Punkten aufliegt. Er garantiert daher die dauernde Stabilität und verhindert daher jedes Knarren und sonstige störende Nebengeräusche. Dieses weitere Charakteristikum macht das neue Modell zu einem erstklassigen und wertvollen Begleiter, der sich sowohl für Aufführungen im Konzertsaal wie auch für Studioaufhahmen eignet, wo das Vermeiden von Nebengeräuschen oberstes Gebot ist. So zu sagen ist die neue Klavierbank LINEA® in diesem Sinne auch eine Huldigung an die Musik. Mit bestechendem Design und einem klassischen Abschluß aus einer weichen und bequemen, gefütterten und genähten Polsterung bietet die Bank LINEA® wiederum ein Beispiel für die ganze Seriosität, die Eleganz und die Liebe fürs Detail, welche die höchstwertige Handarbeit der Collezione LANZANI ausmachen und die ihr bereits zu einem internationalen Namen verholfen haben.

Medizinisch-Wissenschaftliche Abhandlung

Dr. Habermann


Die Wirbelsaule von Musikern die Tasteninstrumente spielen, ist
sowohl statistischem und als auch dynamischem Stress ausgesetzt, Beide beeinflussen praktisch sämtliche muscolo-tendinaren Verbindugen
des Körpers. Das ist auch der Grund für das häufige Auftreten von Verspannungen im Bereich des Halses, des Schultergürtels und der Lendenwirbelmuskulatur: Diese Verspannungen beeinträchtigen den Musiker insofern, als sie zu Schumerzen führen können, die von
einer Bindegewebs- und Muskelfaserentzündung hervorgerufen werden. Auch wenn diese Verspannungen durch bestimmte gymnastische Übungen ad hoc oder durch Physiotherapie gelöst werden können, werden die Schmerzen wieder auftreten, sobald sich der Musiker emeut zum Üben an sein Instrument setzt. Verantwortlich für all das ist zu einem GroBteil die Körperhaltung, die der Musiker vor seinem lnstrument einnimmt.
Diese wiederum wird von der Form des Sessels bedingt, auf welchem der Musiker vor dem Instrument sitzt.
Man muB davon ausgehen, daB der Pianist:
• die oberen Extremitäten mit Beweglichkeit, Gelenkigkeit und Kraft und
• die Füße zur Bedienung der Pedale frei bewegen können soll

Deshalb ist der Musiker gezwungen, ständig das Gewicht seines Oberkörpers über dem Becken mit dem Schwerpunkt der Drehbewegung auf den lendenwirbeln zu verschieben. Wie in der ersten Abbildung ersichtlich, erfolgt mit dem herkömmlichen Sessel die Sitzposition auf dem vordersten Teil der Sitzfläche, ohne dem Rücken eine angenehme Stütze zu bieten. Desweiteren lastet das Gewicht des Oberkörpers komplett auf den Sitzknorren, tuberi ischiatici, wodurch das Becken in einem instabilen Gleichgewicht gehalten wird. Daraus folgt, daß alle physiologischen Krümmungen der Wirbelsäulebeansprucht werden, wodurch die Lumballordose, die Cervikallordose und
-anteversion sowie die Dorsalkyphose verstärkt werden. (Abb.1)


Die Bewegung der Füße erhöht zudem dieses Ungleichgewicht durch die Verringerung der Auflagefläche auf den Sitzbeinen, lschii, was wiederum durch eine Versteifung der darüberliegenden Körperregionen eine Verspannung der Trapezmuskulatur bewirkt, Diese kontrahiert sich, um die Wirbelsäule gerade zu halten. was Schmerzen auf der Höhe des Schultergürtels und der Halsmuskulatur - der dorsalen Cervikalmuskulatur - hervorruft. (Abb. 2)


Die technische Lösung für diese Probleme besteht in der Verwendung eines Sessels, der mit einer geneigten Sitzfläche ausgestattet ist, was einen Höhenunterschied zwischen der vorderen und der hinteren Auflagefläche bewirk. Es handelt sich dabei um einen ergonomischen Sessel, der die statischen Probleme der Wirbelsäule lösen hilft, indem das Gewicht des Oberkörpers vollständig auf den Sitzknorren, tuberi ischiatici, und gleichzeitig auf den unteren Extremitäten aufsitzt. Die Körperhaltung, die der Musiker auf diesem Sessel einnimmt, begünstigt darüber hinaus auch die freie Beweglichkeit der oberen Extremitäten und vor allem deren Kraftubertragung auf die Klaviatur. Außerdem verringert sie die Verkrümmungen der Wirbelsäule und verhindert Verspannungen auch bei der Bewegung der Füße, die sich schon in einer optimalen Position zur Bedienung der Pedale befinden. (Abb. 3)



Diese Kötperhaltung wird nach allen modernen physiotherapeutischen Methoden am meisten propagiert und ist auch für all diejenigen angezeigt, die sich audiovokaler Tätigkeit widmen (Sänger und Blasmusiker). Sie ist tatsächlich die Körperhaltung, die am besten für das Hören von Tönen als auch für das Ausatmen geeignet ist. (Abb. 4)




Dr. Annarnaria Habermann, the designer and patent-holder of the new “LINEA®” bench, is a surgeon with specializations in orthopaedics and traumatology. Her particular ability in this field is augmented by the fact that she holds a diploma in pianoforte.